Prostatakrebsfrüherkennung

In Deutschland erkranken über 60.000 Männer im Jahr an Prostatakrebs. Die Wahrscheinlichkeit, den Krebs mittels Digitaler Rektaler Untersuchung im Frühstadium zu entdecken, liegt bei ca. 25 %. Die Wahrscheinlichkeit der rechtzeitigen Tumorentdeckung durch eine endorektale Ultraschalluntersuchung beläuft sich auf ca. 54 %. Der Aussagewert eines positiven PSA-Wertes im Screening ist äußerst fehlerbehaftet. Der multiparametrische Ansatz der Prostata – MRT 3.0T (ohne Endorektalspule) besteht aus räumlich hochauflösenden Sequenzen in 3 verschiedenen Ebenen, diffusionsgewichteter Bildgebung zur Darstellung der Molekularbewegung und einer dynamischen Kontrastmittelstudie. Die Kombination dieser Parameter erlaubt eine diagnostische Sicherheit von über 90%.

Die MRT der Prostata ist sinnvoll für alle Männer,

  • bei denen eine Prostata-Biopsie geplant ist. Eine Gewebeentnahme aus der Prostata zu diagnostischen Zwecken stellt nicht nur einen risikobehafteten Eingriff dar, sondern die Biopsie ist in ihrer Aussagekraft nicht immer zuverlässig: > 30% der vorhandenen Prostatakarzinome werden trotz großzügiger Gewebeentnahme nicht entdeckt.
  • die das 50ste Lebensjahr überschritten haben. Regelmäßige Untersuchungen der Prostata nach neuesten medizinisch-technischen Standards in Kooperation mit Urologen erlauben die Diagnostik im Frühstadium.
  • in deren Familien Prostatakrebs-Erkrankungen vorkommen (familiäre Disposition).

Was ist das Besondere an der Prostata – Früherkennung?

Maximale Diagnosesicherheit:

Unser 3-Tesla-Kernspintomograph verbindet die Vorteile hoher Sensitivität der morphologischen Darstellung mit der hohen diffusionsgewichteten Bildgebung und Kontrastmittelkinetik.

Eindeutige Lokalisierung:

Die präzisen Bilder, die die MRT liefert, erlauben eine exakte Lokalisation von Tumoren ab einer Größe von ca. 2 Millimetern. So kann eine anschließende Gewebeentnahme zur histologischen Sicherung des Befundes erfolgen.

Schmerzfreie Diagnostik:

Durch Anwendung eines 3.0 T MRT kann der Einsatz einer Endorektalspule zur Prostatauntersuchung entfallen. Somit gestaltet sich die Untersuchung in unserem Gerät sehr viel angenehmer als mit der Enddarmsonde.