Die Neuroradiologie ist ein Teilgebiet der Radiologie. Es umfasst die Diagnostik und die Therapie von Veränderungen und Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) sowie des peripheren Nervensystems (z.B. Sinnesorgane, Muskeln).

Untersuchungsmethoden der Neuroradiologie

Ziel ist die Darstellung und Beurteilung des Nervensystems mit dem Bildgebungsverfahren Magnetresonanztomographie. Das Verfahren dient unter anderem:

  • der Früherkennung von krankhaften Veränderungen
  • der Abklärung unklarer neurologischer Symptome
  • der Artdiagnose von Tumoren und Entzündungen
  • der Kontrolle, ob Therapien anschlagen und sich z.B. Entzündungen zurückgebildet haben


Die Magnetresonanztomographie

Bei der Magnetresonanztomographie (kurz MRT) handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren der Neuroradiologie, das auf Basis von Magnetwellen Bilder des menschlichen Körpers erzeugt. Im Gegensatz zur CT handelt es sich hier um ein schonendes Verfahren ohne Röntgenstrahlen.

Vor der MRT bedarf es besonderer Vorbereitung. Beispielsweise kann die Verabreichung eines Kontrastmittels notwendig sein. Wichtig ist, dass der Patient ruhig liegt und exakte Aufnahmen erzielt werden können. Außerdem müssen sämtliche Kleidungsstücke, Accessoires und weitere Gegenstände aus Metall abgelegt werden. Bei Patienten mit Herzschrittmacher, Defibrillator etc. werden die MRT – Untersuchungen zu Ihrer Sicherheit mit einem Kardiologen durchgeführt. Es gibt auch das offenen MRT München als Alternative.

Die Computertomographie

Hierbei handelt es sich um ein modernes Röntgen-Diagnoseverfahren. Rotierende Röntgenstrahlen tasten den zu untersuchenden Körperteil ab. Die Bildinformationen werden digitalisiert und auf einem speziellen Rechner weiterverarbeitet. Es entstehen Querschnittsbilder, die sich aus unterschiedlichen Graustufen zusammensetzen. So lassen sich die Gewebearten optisch voneinander abgrenzen und dadurch besser beurteilen. Luft und Hohlräume werden schwarz und Knochen weiß dargestellt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Röntgenuntersuchungen können die Organe bei der CT überlagerungsfrei und daher qualitativ besser abgebildet werden. Für eine evtl. jodhaltige Kontrastmittelgabe sind die TSH- und Creatininwerte vorzulegen. Bei Jodallergie wird eine MRT empfohlen.

Die Sonographie

Die Sonographie (Ultraschall) spielt in der Neuroradiologie vor allem bei der Untersuchung der Halsgefäße eine wichtige Rolle. So können z. B. Verkalkungen der Halsschlagader erkannt werden. Es handelt sich beim Ultraschall um eine risikolose, nicht-invasive, schmerzlose und strahlenexpositionsfreie Anwendung, die außerdem schnell und ohne Vorbereitung durchgeführt werden kann. Da die Aufnahmen jedoch nicht so exakt sind, wird die Sonographie bei Auffälligkeiten meist um eine MRT oder eine CT ergänzt.

Neuroradiologie – Fazit

Die Neuroradiologie befasst sich mit bildgebenden Verfahren zur Untersuchung des menschlichen Nervensystems. Dabei bedient man sich unter anderem der Magnetresonanztomographie, der Computertomographie sowie der Ultraschalldiagnostik. So können Auffälligkeiten erkannt, eingehend untersucht und schnellstmöglich entsprechend therapiert werden.

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