Was ist ein Kontrastmittel?

Gewebe und Organe lassen sich bei den bildgebenden Verfahren CT und MRT oft nicht ausreichend voneinander abgrenzen. So ist Tumorgewebe von gesundem Gewebe oft schwierig zu unterscheiden. Das Kontrastmittel schafft hier Abhilfe. Es sorgt dafür, dass Organe oder Gewebe mit geringem Dichteunterschied optisch besser voneinander abgegrenzt werden können. So lassen sich Veränderungen wie Tumore oder Entzündungen leichter feststellen und entsprechende Therapiemaßnahmen einleiten.

Wann ist eine Kontrastmittelgabe notwendig?

Das Kontrastmittel wird entweder vor dem Beginn oder während der Untersuchungsverfahren wie der Computertomographie (CT), der Magnetresonanztomographie (MRT) und der offenen MRT München angewendet.

Welche Arten von Kontrastmittel gibt es?

Es gibt jodhaltige Kontrastmittel (CT) sowie Präparate mit Gadolinium (MRT). Die Kontrastmittel werden intravenöse und oral verabreicht. Wir verwenden nur makrozyklisches Gadolinium. Lineares Kontrastmittel kommt bei uns nicht zur Anwendung.

Die Wahl der Verabreichungsart hängt vom Untersuchungsverfahren ab. Soll der Dickdarm mittels MRT untersucht werden, so wird oftmals orales Kontrastmittelgabe zusätzlich gewählt. Das Kontrastmittel wird problemlos wieder über die Nieren ausgeschieden. Unterstützend sollten Sie nach der Untersuchung etwas mehr trinken.

Was passiert, während ich Kontrastmittel bekomme?

Wäh­rend der Injektion des Kontrastmittels kann es zu einem Wär­me­ge­fühl (CT) kommen, ei­nem me­tal­li­schen Ge­schmack im Mund (MRT). Das sind normale, harmlose Reaktionen, die meist nach wenigen Sekunden abklingen.

Können Nebenwirkungen auftreten?

In der Regel wird die Kontrastmittelgabe problemlos vertragen. Allergische Reaktionen treten extrem selten auf.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder Schilddrüsenüberfunktion muss das TSH und das Kreatinin im Vorfeld bestimmt werden.

Sollten Sie während der Untersuchung Nies­reiz, Schwin­del, Kopf­schmer­zen, Übel­keit oder ähnliches verspüren, so melden Sie sich umgehend unseren MTRA.

Verbleibt das Kontrastmittel im Körper?

Nein. Injizierbare und oral aufgenommene Kontrastmittel werden über die Nieren wieder ausgeschieden. Das geschieht meist innerhalb von 30 Minuten nach der Untersuchung. Nach der Untersuchung kann der Patient Flüssigkeit zu sich nehmen, um die Ausscheidung des Kontrastmittels zu beschleunigen.

Wie werden Untersuchungen mit Kontrastmittel vorbereitet?

Der Patient wird im Vorfeld vom un­ter­su­chen­den Ra­dio­lo­gen über mög­li­che Ri­si­ken und Ne­ben­wir­kun­gen der Kon­trast­mit­tel­ga­be in der Computertomographie (CT) aufgeklärt. Even­tu­ell be­ste­hen­de Ri­si­ko­fak­to­ren werden ebenfalls erfasst, wie beispielsweise:

  • schlech­te Nie­ren­funk­ti­on (Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz)
  • aus­ge­präg­te All­er­gienei­gun­gen
  • eine Schild­drü­sen­über­funk­ti­on (Hy­per­thy­reo­se)
  • Ver­dacht auf ei­nen bös­ar­ti­gen Schild­drü­sen­tu­mor

In die­sen Fäl­len ist eine Kon­trast­mit­tel­ga­be nur un­ter bestimmten Vor­sichts­maß­nah­men mög­lich.

Ist eine MRT auch ohne Kontrastmittel möglich?

Das hängt von der Fragestellung des zu untersuchenden Organs ab. Vor jeder Untersuchung muss durch den Radiologen geklärt werden, ob eine Kontrastmittelgabe notwendig ist oder nicht.

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