Schlaganfall bei Erwachsenen – Symptome, Ursachen und Diagnose

Was ist ein Schlaganfall genau?

Der Schlaganfall ist die Folge einer Durchblutungsstörung im Gehirn. Das führt zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff der betroffenen Areale, sodass Gehirnzellen absterben können und es zu bleibenden Schäden wie Lähmungen oder Sprachstörungen kommen kann. Bleibt die Sauerstoffversorgung zu lange aus, kann das im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Patienten verstirbt.

Schlaganfall – Diese Symptome treten auf

Der Schlaganfall äußert sich bei Erwachsenen und Senioren durch:

  • Starke Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Sprachstörungen
  • Sehstörungen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Lähmungserscheinungen
  • Taubheitsgefühle
  • Zuckungen
  • Krampfanfälle
  • Schluckbeschwerden
  • Unsicheren Gang


Mögliche Ursachen

In der Regel ist ein Blutgerinnsel in den Hirnarterien die Ursache eines Schlaganfalls. Aufgrund solcher Gerinnsel wird das Gehirn oder Teile davon nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Das hat zur Folge, dass Nervengewebe abstirbt (ischämischer Verlust). Ein Schlaganfall bei Erwachsenen wird häufig durch Arteriosklerose, übermässigem Nikotinkonsum oder erworbene Fettstoffwechselstörungen verursacht. Risikofaktoren für einen Schlaganfall und dessen Symptome sind:

  • hoher Blutdruck
  • erhöhte Thromboseneigung
  • hohe Cholesterin-/Triglycerid – Werte im Blut
  • Diabetes
  • Übergewicht & Bewegungsmangel
  • familiäre Vorbelastung
  • Herzerkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen


Schlaganfall bei Erwachsenen – Diagnose

Die Diagnose eines Schlaganfalls gestaltet sich manchmal schwierig. Zur Diagnostik werden neurologische Tests durchgeführt. Um die Minderdurchblutungsareale der Hirnarterien exakt zu identifizieren, werden in aller Regel bildgebende Verfahren angeordnet, wie die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die Computertomographie (CT). Die MRT erstellt die Aufnahmen mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen, während die CT Röntgenstrahlen dafür verwendet.

Es ist von großer Wichtigkeit, dass die Diagnostik und die notwendige Therapie innerhalb der ersten 3-4 Stunden nach Beginn der Schlaganfall – Symptome erfolgt, um größere Folgeschäden wie Lähmungen, Sprachstörung etc. zu vermeiden.

In erster Linie wird geklärt, ob ein ischämischer oder hämorrhagischer Schlaganfall vorliegt – also eine Durchblutungsstörung oder eine tatsächliche Hirnblutung. Das ist wichtig, um die weiteren Behandlungsschritte zu bestimmen.

Entfernen Sie vor der MRT jeglichen Metallschmuck und lassen Sie elektromagnetisch sensible Geräte in einem Schließfach oder Zuhause zurück. Sie müssen sicherstellen, dass sich keine Metalleinsätze, Nieten, Knöpfe oder Reißverschlüsse auf Ihrer Kleidung befinden.

MRT oder CT vom Kopf – Was ist besser?

Beide Verfahren haben Ihre Vor- und Nachteile.

Die MRT ist der CT in der Detektion von Ischämien (verminderte Durchblutung) überlegen. Sie liefert detaillierte Informationen und lässt aufgrund ihrer hohen Auflösungskraft Schlaganfälle früher und bereits bei geringerer Größe nachweisen. Das Gerät ermöglicht eine dreidimensionale Rekonstruktion des Gehirns und seiner Gefäße und trifft damit noch genauere Aussagen über die Ursache des Schlaganfalls. Gerade bei der MRT ist eine Minderdurchblutung bereits früher als im CT zu erkennen. Die Radiologen können außerdem über Lage, Ausdehnung und sogar das Alter des Infarktes sehr genaue Aussagen treffen.

Im Gegensatz zur CT kommt sie ohne Röntgenstrahlen aus. Die MRT verwendet keine für den menschlichen Körper gefährliche Strahlung. Stattdessen werden über elektromagnetische Wellen die Wasserstoffatome in den Körperzellen in Spins versetzt. Diese Daten werden dann von einem speziellen Rechner in Bilder konvertiert.

Mittels CT können die Radiologen eine intrakranielle (im Schädel) Blutung ausschließen. Der entscheidende Vorteil der CT ist der geringere Aufwand sowie die kürzere Dauer der Untersuchung, was besonders in einer Notfallsituation wichtig ist. Zudem ist die Strahlendosis bei den neuen Computertomographen so gering geworden, dass die Strahlenbelastung, zumindest in der Notfalldiagnostik, kein Argument mehr gegen die CT darstellt.

Schlaganfall bei Erwachsenen – Risiko erkennen mit MRT

Mittels bildgebender Verfahren lässt sich nicht nur ein akuter Schlaganfall und dessen Symptome erkennen, sondern auch das Risiko bestimmen, in Zukunft einen zu erleiden. So können Sie einen Schlaganfall vorbeugen . Mittels MRT lassen sich kleinste ischämische Infarkte, Blutungen und Wasseransammlungen – sogenannte Ödeme – sehr detailliert erkennen. Die Schlaganfallvorsorge ist sinnvoll, sofern:

  • sie eine Transitorische Ischämische Attacke (TIA) erlitten haben>
  • sie unter Herzrhythmusstörung (z.B. Vorhofflimmern) leiden, mit Gefahr der Embolie, die zum Gefäßverschluss im Gehirn führt.
  • es familiäre Vorbelastungen gibt (Schlaganfallvorkommen bei Familienmitgliedern ersten Grades unter 60 Jahren).


Sie erkennen Schlaganfall Symptome bei Freunden oder Angehörigen oder wollen selbst Ihr Schlaganfall Risiko testen? Kontaktieren Sie gerne unsere radiologische Praxis in München und vereinbaren Sie einen Termin.

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